1.Februar 20:15 Uhr MDR-Fernsehen
Das Leben von Wolfgang Stumph ist und bleibt seit Jahrzehnten rastlos und voller Arbeitswut. Im Film radelt der Kabarettist und Schauspieler durch sein geliebtes Dresden und in Berlin zu wichtigen Orten seines künstlerischen Schaffens wie Semperoper, Frauenkirche, Reichstag oder entlang des Elbufers.
Stumphs Figuren waren stets eng mit seiner eigenen Persönlichkeit verwoben. Nicht zufällig tragen rund 80 Prozent seiner Rollen ein „ST“ im Namen – Stumph spielt eben immer Stumph. Seine „stumphschen“ Filme wie „Go Trabi go“, „Eine Liebe in Königsberg“ oder „Der Job seines Lebens“ bilden das dramaturgische Rückgrat der Dokumentation. Ausgewählte Filmszenen gewähren tiefe Einblicke in sein eigenes Erleben und zeigen, wie sehr sein künstlerisches Schaffen durch seine Biografie geprägt wurde.
Viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern bereichern das Film-Porträt: Schauspielgrößen wie Katharina Thalbach, Katrin Sass, Suzanne von Borsody, Ulrike Krumbiegel und Kabarettist Gerhard Polt teilen persönliche Erinnerungen und Anekdoten. Die Regisseure Peter Kahane und Bernd Böhlich berichten von der gemeinsamen Arbeit am Set und im Schneideraum. Ehemalige Lehrlinge erinnern an die Zeit, als Stumph noch ihr Ausbilder war.
Der Film zeigt ein bewegendes, humorvolles und tief menschliches Porträt über einen der prägendsten ostdeutschen Künstler – und über einen Mann, der nie aufgehört hat, zu kämpfen, zu träumen und an die verbindende Kraft seiner Geschichten zu glauben.
Autorin Jana von Rautenberg